Ashtanga Yoga

Wirkung
man stretching on seashore

               Kopfstand (śirṣāsana), Abschlusssequenz

Wirkung von Ashtanga Yoga über den Körper hinaus

Ashtanga Yoga wirkt ganzheitlich, also auf

  • der körperlichen Ebene
  • der energetischen Ebene
  • der emotionalen Ebene
  • der mentalen Ebene und
  • der geistigen, spirituellen Ebene.

Ashtanga Yoga fördert bei korrektem und regelmäßigem Praktizieren sowohl die Beweglichkeit als auch die Kraft. Ausdauer und Gleichgewichtssinn werden verbessert.

Verspannungen und Schmerzen im Rücken und in den Schultern können gelindert werden. Körperliches Ungleichgewicht und Einseitigkeit können ausgeglichen werden. Auch das Immunsystem wird gestärkt. Die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden nehmen deutlich zu.

Es steht mehr Energie und Vitalität zur Verfügung.

Durch mehr innere Stärke werden emotionale Herausforderungen leichter gemeistert.

Geistige Klarheit, Selbstvertrauen und Intuition wachsen.

 

Mehr Vertrauen und besseres Körpergefühl

Wie auch bei regelmäßiger Meditation nimmt durch Ashtanga Yoga das Gefühl zu, in etwas Größeres eingebettet zu sein. Als Ergebnis intensiviert sich die Verbindung zur inneren Führung, und das Vertrauen in das eigene Handeln und in das, was geschieht, wird tiefer.

Durch die deutliche Steigerung des Gefühls für den eigenen Körper und für das, was „stimmt“, können auch andere die Gesundheit verbessernde Maßnahmen umgesetzt werden, beispielsweise die Umstellung zu einer förderlichen Ernährungs- und Lebensweise.

woman doing yoga meditation on brown parquet flooring

Krähe Position

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Pfauenfeder Position (Pincha Mayurāsana), 2. Serie

Achtsames Praktizieren wichtig

Die bei regelmäßigem Praktizieren eintretenden Veränderungsprozesse können zunächst im Sinne einer Erstverschlimmerung alte Verletzungen – auf allen Ebenen – wieder spürbar machen. Gerade dann sollte man nach Möglichkeit der Situation angepasst weiter praktizieren, unter Beachtung des eigenen Körpergefühls und in Absprache mit dem Lehrer oder der Lehrerin.

Es gibt beim Praktizieren immer wieder Phasen, in denen äußerlich kein Fortschritt oder sogar ein Rückschritt wahrnehmbar ist. Gerade in diesen Phasen geschehen häufig innerlich wichtige Veränderungen. Auch dann ist es von Bedeutung, dass man die Praxis aufrechterhält und die Flinte nicht ins Korn wirft.

An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass bei technisch falschem, übertriebenem oder zu ehrgeizigem Praktizieren Probleme auftreten können – körperliche Verletzungen wie auch Erschöpfungszustände. Der Spruch „Was durch Yoga kommt, geht auch durch Yoga.“ stimmt häufig, aber nicht immer.

Hathapradipika I.15

„Zu viel Essen, Überanstregung, zu viel Reden, und sich zu viel an die Regeln Halten, zu viel in Gesellschaft sein und Umtriebigkeit, durch diese Sechs geht Yoga völlig verloren.”

(übersetzt aus dem Englischen nach Zoë Slatoff: Yogāvatāraṇam)